Maximo Park gab das Maximum

Konzertkritik Maximo Park
Bildquelle: 
Facebook / Maximo Park

Sie spielten schon am Zürich Openair 2012. Am Abend des 24.Oktobers 2012 fanden Maximo Park erneut ihren Weg zurück ins X-TRA. Vielleicht war die Zeitspanne zwischen den beiden Auftritten etwas zu knapp berechnet. Als Paul Smith und seine Band pünktlich um halb neun Uhr ihre Plätze auf der Bühne einnahmen, war der Club gerade mal zur Hälfte mit Zuschauern gefüllt. Nach dem bedächtigen Intro «When I Was Wild», das zugleich auch das Intro des neuen Album «The National Health» ist, legten die Musiker richtig los.

 

Die Briten schienen sich keine Sekunde daran zu stören, dass das Publikum für Maximo Park Verhältnisse eher klein war. Paul rockte und liess seine Hüften kreisen wie eh und je. Zuschauer sämtlicher Altersklassen sangen begeistert jeden einzelnen Refrain in einer Lautstärke mit, dass das Gefühl aufkam, die Konzerthalle sei komplett ausverkauft. Nach «Until The Earth Would Open» begrüsste der Sänger strahlend das Publikum und setzte gleich ohne grosse Umschweife zum nächsten Titel an.

 

Mehrere Male stieg Paul in den Bühnengraben und schüttelte seinen Fans die Hände. Die Begeisterung stand an diesem Abend jedem Anwesenden ins Gesicht geschrieben. Den Song «The Undercurrents» widmete die Band jenen Fans, die schon beim ersten Auftritt 2005 im Mascotte dabei waren. Nach 20 Titeln, die von sämtlichen fünf Alben stammten, verliessen die Musiker die Bühne. Das Publikum, verschwitzt und mit heiseren Stimmen, verlangte sofort eine Zugabe. Schnell waren die Instrumente auf der Bühne wieder besetzt. Wie um dem tollen Publikum für seinen Einsatz zu danken, stimmten die fünf Musiker «Acrobat» an – ein Song, den sie nur selten live spielen. Kurz vor elf Uhr verliessen sie die Bühne endgültig.

 

Ein Zuschauer jubelte begeistert: «Es war der absolute Wahnsinn! Wann hat man schon die Chance, Maximo Park in einem  so kleinen Rahmen zu erleben.» Dann verschwand er mit zufriedenem Gesicht in der Menge, die in die Nacht hinausströmte.

 

 

Laura Zeller / Do, 25. Okt 2012