Münchner Power im Exil - Moop Mama kommt angerollt

Konzertvorschau: Moop Mama
Bildquelle: 
Promobild

Ob die 11-köpfige Truppe von Moop Mama überhaupt auf der Bühne im Exil Platz hat, das ist eine Frage. Ob sie dann mit ihrer Energie nicht gleich die Decke wegsprengen, die andere. Aber auf jeden Fall sollte man sich dieses aussergewöhnliche Spektakel nicht entgehen lassen. Moop Mama bezeichnet sich als Urban Brass-Band, das trifft es recht gut. Hip Hop mit viel Bläsern als Basis, das ist ein Erfolgsrezept, welches die Band schon seit bald drei Jahren immer bekannter werden lässt und sie zur coolsten Marching-Band der Welt macht.

 

Gerade haben sie Das Rote Album herausgebracht, ihr mittlerweile zweites Studio-Werk. Abgesehen vom tollen Album-Artwork und genialer, passender Webseite dazu, bieten die Jungs einmal mehr viele eingängige Ohrwürmer. Hitzige, gesellschaftskritische Hymnen sind mal optimistisch, mal vernichtend, mal witzig, manchmal böse, aber immer mit Vollgas und viel Elan dabei.

 

Der Sturm namens Moop Mama

 

Ihre Bekanntheit haben sie in den letzten Jahren unter anderem mit zahlreichen Guerilla-Konzerten im öffentlichen Raum erlangt, die der Sänger mit Megaphon bestritt, um gegen das Bläser-Ensemble Stand zu halten. Diese Massnahmen sind wohl nicht mehr nötig, denn wer Moop Mama einmal gehört hat, schliesst die fröhliche Truppe sofort ins Herz.

 

Das Exil wird wohl in Schutt und Asche zusammenfallen, wenn der Sturm namens Moop Mama über den Club hinwegfegt. Wer Zeuge dieses Armageddon-Szenarios werden will und keine Verpflichtung als Samichlaus hat, sollte sich baldmöglichst noch Tickets sichern!

 

Natascha Evers / Mi, 27. Nov 2013