Hot - hotter - Jason Derulo

Konzertkritik: Jason Derulo in Zürich
Bildquelle: 
©Shirley (loadsofmusic.com)

Ein nahezu volles Hallenstadion ist sowas von bereit, als Jason Derulo mit 20-minütiger Verspätung die Bühne betritt und den Abend eröffnet: «Let me be the first to welcome you to the Last Dance Tour!» Obwohl es danach klingt, soll dies keine Abschiedstour sein, sondern der Beginn eines neuen Kapitels seiner Karriere. 

 

Derulo bittet also zum Tanz und das Publikum lässt sich nicht lange bitten. Nach einem elektrisierenden Start geht es heiss (leicht bekleidet!) und sexy weiter und sogleich hält es nicht mal mehr die Leute mit Premium Seats auf ihren Sitzen. 

 

Derulo führt uns an den Beginn seiner Karriere, zu «Day 1» im Jahr 2009, und auch das Publikum scheint ihn bereits seit dazumal zu folgen, denn es singt bei 

«Whatcha Say», «It Girl» oder «Savage Love» begeistert und textsicher mit. 

 

Nach schnellen Outfit-Wechseln geht es im Leo-Mantel in den Derulo Jungle und es folgt die volle Palette seiner Hits: «Tip Toe», «Wiggle», «Swalla», «Take you Dacing» und natürlich «Talk Dirty». Derulo gibt alles: Er zeigt vollen Einsatz und stellt nicht nur sein ganzes Können zur Schau, sondern es wird deutlich, wie gern er tut, was er tut. Der Entertainer will eine tolle Show bieten und das gelingt ihm auch.

 

Der Sänger und Künstler schont sich nicht und zeigt auf eindrückliche Weise, dass er bei allen Moves und in allen Positionen singen kann. Zudem hat er immer noch genügend «Pfuff», um am Schluss der Songs immer wieder hohe Töne in RnB-Manier rauszuhauen. Auch bei den Balladen zeigt Derulo nicht nur seine beeindruckende Range, er gibt sprichwörtlich sein letztes Hemd … schon alleine, um die perfekt trainierten Muskeln spielen zu lassen.

 

Dass Derulo zu den ganz Grossen gehört, zeigt auch, dass er mit den Besten zusammenarbeitet, vom DJ zu den Tänzer*innen - alles ist perfekt einstudiert mit spektakulären Choreos und aufwendiger Bühnenshow. Dazu blinken und leuchten die verteilten LED-Armbänder im Stadion bunt durch den Abend.

 

Wenn man das (mehrheitlich weibliche) Publikum nach dem magischen Moment des Konzerts fragt, ist dieser wohl gefühlt jedes Mal, wenn Derulo verschmitzt in die Kamera blinzelt oder gar auf Tuchfühlung runter zu den Stehplätzen geht.

 

Zugabe gab es zwar keine, aber es begleiten einen die Ohrwürmer nach Hause und man möchte irgendwie gleich weiter zur Official After Party im Five tanzen.

 

Egal, wie es nach der Tour weitergeht: Keep on dancing, Jason!

 

Der Showman hat jeden Kreischer des Abends verdient.

 

Titelbild: Mit freundlicher Genehmigung von Shirley (loadsofmusic.com). Herzlichen Dank. 

 

Esther Beck / So, 08. Mär 2026