Kashmir am Samstag im KiFF

Konzertvorschau: Kashmir im KiFF
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Kashmir haben einige gewichtige Freunde im Musikgeschäft. So sangen bereits Lou Reed und David Bowie je ein Duett mit Kaspar Eistrup, dem Sänger von Kashmir. Das alleine macht aber die Band noch nicht besonders. Da spielen andere Faktoren mit. Zum Beispiel die hohe Stimme von Eistrup, wegen der Kashmir gerne mit den frühen Radiohead oder Madrugada verglichen werden. Beim dänischen Quartett ist aber nicht nur die Stimme auffallend, sondern auch die Musik. Es wirkt, als ob ihre Alben ein lockerer Spaziergang durch die Welt von Progressiv- und Psychedelicrock seien, so vielseitig klingen Kashmir. Um sie stilistisch einzugrenzen braucht aber im Grunde nur die Herkunft des Namens geklärt zu werden. Kashmir ist von einem Led-Zeppelin-Song abgeleitet. Dass die Band vorher Nirvana hiess, sich dann aber durch den Erfolg von Cobain & Co. umbenannte, ist nur eine Fussnote im Geschichtsbuch der dänischen Erfolgsband. 

 

Kashmir gründeten sich 1991 und sind längst für griffigen Indie-Rock mit dem Fokus auf Melodien bekannt. Aber den Erfolg haben sie sich mit viel Fleiss erarbeitet, denn sie lassen sich jeweils Zeit für den Reifeprozess ihrer Platten. So mussten sich die Fans vier Jahre gedulden, bis mit «Tresspassers» wieder ein Lebenszeichen von Kashmir durch die diversen Kanäle flimmert. Die Zeit hat die Band gut genutzt. Eistrup hat sich Inspiration auf Reisen geholt, andere Mitglieder haben sich künstlerisch betätigt oder Filmmusik geschrieben. Aber jetzt sind Kashmir mit einem Knall wieder da und stehen nach dem umjubelten Konzert im X-Tra letztes Jahr am Samstag im KiFF auf der Bühne.

 

Kashmir - «Bewildered in the City»

 

 

Patrick Holenstein / Mo, 06. Jan 2014