Frauenrechte und Superheldinnen - wann kommt Spider-Girl?

Hintergrund: Superheldinnen in Kino und TV
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Die beiden US-Verlage DC und Marvel produzieren die wohl bekanntesten Comics, die es gibt. Dies ist auch nicht verwunderlich, da beide Unternehmen zu den ältesten Konzernen der Branche zählen. Dies wird von kleineren Comicproduzenten jedoch häufig als Last wahrgenommen, da Marvel 38% und DC jeweils 30% der gesamten Marktanteile besitzen. Allerdings haben sich die Comic-Charaktere der beiden Firmen absolut durchsetzen können: Jeder kennt DC-Charaktere wie Superman und Batman oder Marvel-Charaktere wie Spider-Man und Iron Man. Doch in den letzten Jahren hat sich ein Trend in Richtung weiblicher Superhelden entwickelt. Was ist an diesem Phänomen dran und könnte dies auf einen potenziellen Spider-Girl Film hindeuten?

 

Superhelden als Teil von menschlichen Bedürfnissen

 

Superhelden üben eine ganz besondere Faszination auf Menschen aus. Die Beliebtheit dieser speziellen Charaktere ist dabei tief in der menschlichen Psyche verwurzelt, da wir uns mit diesen Figuren identifizieren können. Dies ist besonders stark bei Spider-Man ersichtlich, hinter dessen Identität sich der Außenseiter Peter Parker verbirgt, wie man in Sonys Film sehen kann. Die Charaktere der Superhelden helfen einem dabei, negative Erfahrungen besser reflektieren zu können und eigene Stärken besser zu erkennen.

 

«Möglicherweise helfen diese Ursprungsgeschichten auch dabei, mit Widrigkeiten des eigenen Lebens umgehen zu können», wie der klinische Psychologe Dr. Robin Rosenberg es darstellt. Genau diese Wirkung wird erzielt, da Superhelden trotz ihrer Fähigkeiten menschlich sind und mit emotionalen Problemen genauso kämpfen, wie wir auch. So versteckt Iron Man Ängste und Emotionen stetig hinter einer Wand aus Ironie und Sarkasmus und Batman hat sich mit seiner größten Angst vor Fledermäusen so stark konfrontiert, dass er selber zum «Bat» wurde. Superhelden befinden sich immer in einem ethischen Dilemma und hinterfragen ihre Aktionen stetig, was den Unterschied zu den Bösewichten ausmacht. Genau diese Wertevermittlung ist es, die Menschen attraktiv finden. Daher hat es eine starke Wirkung, wenn in dem letzten Warner Bros Titel «The Dark Knight Rises» das Zeichen des Superhelden über der fiktiven Stadt Gotham zu sehen ist, da es Hoffnung schenkt und den Wunsch nach einer universellen Gerechtigkeit darstellt.

 

Das Batman-Logo. (Quelle: Pixabay)

 

 

Der Kampf um Frauenrechte

 

Das Superhelden-Setting ist daher ideal, um Botschaften zu übermitteln. Hierzu zählt auch der Kampf für die Geschlechtergerechtigkeit. Frauen werden häufig immer noch benachteiligt, unter anderem zu erkennen am noch immer verbreiteten Lohngefälle: Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich immer noch 22% weniger als ihre männlichen Kollegen, was über dem europäischen Durchschnitt von 16,3% liegt. 

Allerdings muss das Thema auf einer gesamtgesellschaftlichen Ebene behandelt werden. Hier spielt die Unterhaltungsindustrie ebenfalls eine wichtige Rolle, so kann man in den Batman:Arkham-Spielen ebenfalls die weibliche Heldin Catwoman steuern. MMORPGs wie DC Universe Online und Marvel Heroes 2016 erlauben es Spielern ebenfalls, weibliche Helden zu spielen oder im ersteren Fall sogar selbst zu erstellen. Häufig findet man in Spielen auch weniger bekannte Charaktere wie Cyborg, Black Widow, Scarlet Witch oder den Highlander, der bei Betway als Online Slot spielbar ist. Man sieht also, dass es auch die weniger bekannten Charaktere aus den Comic Welten schaffen können, beliebte Automatenspiele zu inspirieren - und auch der Highlander Legende kann nach dem Kult der 1980er Jahre so wieder neues Leben eingehaucht werden. Es sind aber dennoch die Blockbuster, die die größte Aufmerksamkeit erhalten. 2017 kam der DC-Film «Wonder Woman» in die Kinos und konnte die besten Kritiken sammeln. Die Darstellerin der Amazonenkämpferin, Gal Gadot, war dabei mit vollem Herzblut dabei. Sie wollte junge Mädchen und Frauen mit dem Film inspirieren, für ihre Rechte einzutreten und stark zu sein. Im Film selber kämpfte Wonder Woman nicht nur um Gerechtigkeit, sondern musste sich auch mit der Welt des Jahres 1918 auseinandersetzen, als Frauen noch nicht einmal ein Wahlrecht hatten. 2014 gab es seitens Sony die ersten Überlegungen für einen für Spider-Girl-Film, weshalb die Chancen nach dem Erfolg von Wonder Woman nicht schlecht stehen für weitere Adaptionen weiblicher Superhelden in den Kinos.

 

Gal Gadot hat als Wonder Woman den ersten DC-Film mit einer Heldin in der Titelrolle geprägt. (Quelle: flickr.com)

 

Superheldinnen im Zeitalter der Serien

 

Es hat Tradition in vielen Comics, ein weibliches Pendant der Superhelden zu haben. Neben Batman gab es so auch Batgirl, neben Superman auch Supergirl oder neben Spider-Man auch Spider-Girl. Lange Zeit standen diese jedoch nur im Schatten ihrer männlichen Counterparts und Verfilmungen konzentrierten sich ausschließlich auf die männlichen Helden. Das hat sich in den letzten Jahren jedoch geändert und die Superheldinnen geraten mehr in den Fokus: So hat DC mit der Serie «Supergirl» eine Heldin in den Fokus gerückt, die unabhängig von Superman Probleme lösen muss. Marvel hat eine Reihe von Serien gestartet, die sich mit den weniger verbreiteten Superhelden befasst. Am bekanntesten ist hier wahrscheinlich «Jessica Jones», eine Frau, die mit besonderer Superkraft gesegnet ist. Man kann sich die Abenteuer der Powerfrauen auf Netflix anschauen und hat darüber hinaus auf der Plattform die Möglichkeit, viele andere Superheldenserien- und Filme finden zu können. 

 

Es bleibt spannend abzuwarten, ob es auch andere Serien über weibliche Helden, wie Spider-Girl, geben wird. Die Zeichen sehen auf jeden Fall gut aus.

 

Bäckstage Redaktion / Fr, 09. Feb 2018