Winterthur feiert im November den Kurzfilm. Tickets gewinnen

Verlosung: Kurzfilmtage Winterthur
Bildquelle: 
Banner © Internationale Kurzfilmtage Winterthur

Jedes Jahr wird in Winterthur der Kurzfilm nicht nur gefeiert, sondern regelrecht auf ein Podest gehoben. Das ist auch richtig so, denn die kurzen Filme verlangen von den Filmemachern einiges an Geschick. Die Geschichte muss glaubhaft sowie in relativ kurzer Laufzeit verständlich sein und beim Publikum idealerweise Emotionen wecken. Gar nicht so einfach. Darum ist es wichtig, dass die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur schon seit 22 Jahren dieser Kunstform eine Plattform geben. Dazu hat die Vergangenheit gezeigt, dass die Programmverantwortlichen einen hervorragenden Job machen. So auch in diesem Jahr. Kurz zusammengefasst gibt es 3 Fokusse sowie ein cooles Rahmenprogramm. Wir tauchen in das Programm ein und verlosen zum Schluss 1 x 2 Tickets. 

 

Der Trailer zu den Internationalen Kurzfilmtagen Winterthur

 

  

Fokus 1: Grossbritannien

 

Grossbritannien steht seit viele Jahren für bissigen, teils rabenschwarzen Humor und eine nüchterne Sicht auf die Welt. Grund genug, um dem Filmschaffen auf der Insel eine Bühne zu geben. Zumal sich das Land in Zeiten des Brexits in einer umwälzenden Phase befindet. Der «Grosse Fokus: This Is Britan» umfasst neun Blöcke, fängt in den 1950er-Jahren an (Block «It’s A Free Cinema»), widmet sich den jungen Erwachsenen und ihrem Blick auf die sozialen Probleme (Block «The Kids Are Alright»), beschäftigt sich mit dem weiblichen Blick auf feministische und post-koloniale Themen (Block: «The Female Gaze», schwenkt über die Beziehung zwischen Natur und Mensch (Block «Nature And Its People») und Nationalismus, Patrionismus und Fussball (Block: «You’ll Never Walk Alone») zum beliebten scharfzüngigen Humor (Block: «The Silly Side Of Life»)

 

Fokus 2: Mike Hoolboom

 

Mike Hoolboom gilt als einer der produktivsten experimentellen Filmemacher Kanadas – seit 1980 hat er über 100 Filme und Videos in diversen Längen und Formaten produziert. Zwei seiner Werke, «Frank’s Cook» und «Letters from Home», wurden am Toronto International Film Festival ausgezeichnet. In den 1980er Jahren wurde bei Hoolboom HIV diagnostiziert, was seine filmische Tätigkeit stark beeinflusst hat. Homosexualität, Sexualität, Aids, Tod und Liebe sind Themen, die immer wieder ins Zentrum seiner Arbeit rücken. An den Kurzfilmtagen gewährt Hoolboom Einblick in sein künstlerisches Schaffen und zeigt mit Ventriloquisms und Supernatural Powers zwei experimentelle Programme, die er eigens für das Festival kuratiert hat. (Festivaltext)

 

Fokus 3: Georgien

 

Durch die Lage zwischen Europa und Asien konnte in Georgien eine Filmszene erblühen, die ihre eigene Sprache gefunden hat und international erfolgreich ist. Die Kurzfilmtage widmet der Geschichte bzw. der Gegenwart Georgiens drei Blöcke. Im ersten Block («Georgian Rebels») werden drei Filme von 1961 gezeigt. Sie behandeln soziologische wie politische Themen jener Zeit. Zwei eher zeitgenössische Blöcke aus der Jahrtausendwende («Impressions of Home» und «Recording Georgia») behandeln familiäre und politische Spannungen. Dabei sind viele Filme von Filmemacherinnen inszeniert. 

 

 

Weiteres Programm: Disney, Züri Shorts und Ingmar Bergman

 

Neben den drei Hauptthemen widmen sich die Kurzfilmtage mit Retrospektiven den beiden Legenden Ingmar Bergman und Walt Disney. Im Fall von Bergmann, der am Filmfestival von Cannes als «Bester Filmregisseur aller Zeiten» geehrt wurde, zeigt der Block «Bergman Revisited» sechs Filme von jungen Filmemachern, die von der Regie-Legende beeinflusst worden sind. Die Bandbreite geht dabei vom Drama mit Bergman-Touch bis zum sarkastischen Animationsfilm. 

 

Bei Walt Disney ist nicht er unbedingt im Fokus, sondern ein Teil seines Werks. Im Block «Disney’s Animated Technicolor» bekommt man die Chance, ein Stück Filmgeschichte zu sehen. Es war im Jahr 1929 und Walt Disney liess sich vom amerikanischen Komponisten Carl Stalling davon überzeugen, neben den beliebten Figuren auch eine zweite Linie zu fahren und die visuelle Umsetzung der Musik in den Fokus zu setzen. Das damals revolutionäre Dreifarben-Verfahren «Technicolor No 4» kam bei den aufwändig restaurierten Filmen, die in Winterthur zu sehen sind, zum Zug. Der Begriff Filmgeschichte ist hier wirklich nicht zu hoch gegriffen. 

 

Und die «Züri Shorts» geben bereits zum zweiten Mal dem lokalen Filmschaffen eine Plattform. Man darf sich überraschen und beeindrucken lassen.

 

Ebenfalls wird es ein Programm für die Jugend geben, das speziell auf Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren zielt. Für Fans von technischen Entwicklungen, dürften «Virtual Reality Cinema» interessant sein. Kuratiert werden dieses Blöcke vom Geneva International Film Festival (GIFF), für das die Kurzfilmtage im Gegenzug jeweils das Kurzfilmprogramm zusammenstellen. 

 

Es wird also einiges geboten zwischen dem 6. und 11. November, wenn Winterthur ganz dem Kurzfilm gehört. 

 

Wir verlosen in Zusammenarbeit mit den Internationalen Kurzfilmtage Winterthur 1 x 2 Tickets. So macht ihr mit

Deine Chance: Schreibt eine Mail mit Name und Betreff «Kurzfilm 18» an chance@baeckstage.ch. Einsendeschluss ist der 4. November 2018. 

 

Alle Infos sowie das volle Programm gibt es auf der Website der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur.

 

 

Bäckstage Redaktion / Di, 09. Okt 2018