Dok-Fest München: Ein Fest für den Dok-Film

Vorschau Dok.fest München
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Flyer Dok.fest München

Kultur in Zeiten des grassierenden Coronavirus’ findet praktisch nur im Internet statt. Darum hat sich das Dok.fest München bei der kommenden Ausgabe - wie schon im letzten Jahr - für eine Onlinevariante entschieden. Man kann also die Filme auf dem Sofa schauen. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit einem vollen Kino und vielen gleichgesinnten Menschen, die gebannt auf die Leinwand schauen und den Film gemeinsam erleben. Aber es ist immerhin möglich, ein Festival durchzuführen und die Filme einem Publikum zu zeigen. Vielleicht schauen wir in ein paar Jahren auf diese Phase zurück, noch immer ungläubig, wie schnell es dazu gekommen ist, und freuen uns umso mehr über das altbekannte Kino.

 

Seit kurzer Zeit ist das Programm für das Dok.fest draussen. Es ist in verschiedene Rubriken unterteilt. Etwas Dok.music mit Filmen wie «Freakscene – the Story of Dinosaur Jr.», der die Geschichte der Kultband aufzeigt. Oder «Silêncio – Voices of Lisbon», wo dem Weltschmerz im Fado-Land der Puls gefühlt wird. Die Rubrik Students Award zeigt Werke von Studierenden deutscher Hochschulen. Etwa «The Case of You» zum wichtigen Thema sexuelle Gewalt. Dok.horizonte erzählt aus Ländern im Umbruch, Dok.panorama ist breit aufgestellt, teils politisch, teils menschlich, aber immer innovativ. Spannend könnte «Hinter den Schlagzeilen» sein, der die Ibiza-Affäre des österreichischen Politikers Heinz-Christian Strache durch die Arbeit der Journalisten beleuchtet, die den Fall aufgedeckt haben. Schliesslich ist in der aktuellen Ausgabe des Festivals das Filmland Kanada zu Gast. Die Filme aus dem Norden Amerikas drehen sich um Rassismus, Identität, Religion oder Persönlichkeiten wie Judy Rebick, die sich für Frauenrechte stark gemacht und gegen Depressionen gekämpft hat. Das volle Programm findet sich hier

 

131 Filmen aus 43 Ländern, Q&As und Live-Events bietet das Dok.fest München vom 5. Bis zum 23. Mai. Wer sich einen Film anschauen möchte, kann ein Ticket kaufen und danach den Film über den Zeitraum des Festivals einmal anschauen, wann immer es zeitlich passt. Eine Handvoll Filme sind jedoch im Programm, bei denen die Tickets durch einen nahen Kinostart oder andere Auswertungen limitiert sind. Es sind diese. Tickets für die einzelnen Filme gibt es für 7 Euro bzw. 3 Euro bei den Kurzfilmen. Ein Festivalpass kostet 70 Euro. Sämtliche Infos zu Tickets und den Shop findet ihr hier

 

Bäckstage Redaktion / Do, 29. Apr 2021