Lola Marsh in der Schweiz: Ticketverlosung

Verlosung: Lola Marsh im Mascotte
Bildquelle: 
Flyer © Radicalis

Als «Gemacht für die Bühne» bezeichnete KRCW die israelische Band Lola Marsh nach deren sensationellen Auftritt am Primavera Sound 2014 in Barcelona. Bis dorthin hatte die Band, die von Gil Landau und der wunderbaren Sängerin Yael Shoshana Cohen gegründet wurde, lediglich selbst aufgenommene Songs im Gepäck. Das ändert sich danach, denn seit dem Debüt «Remember Roses» kann man kann sich den verträumten Indie-Pop-Melodien kaum entziehen. Was nicht zuletzt am hypnotischen Gesang von Yael liegt, die zwar an Lana Del Rey erinnert, aber auch an die eher unbekannte Nicole Atkins, im Grunde aber nur sich selbst ist. Eigentlich klingen Lola Marsh wie der ideale Soundtrack zum Sommer bzw. der Sehnsucht danach. Luftig, leicht, etwas süsslich an manchen Stellen, aber so geschickt von Streichern umgarnt, dass sie es schaffen, ihren eigenen Stil zu entwickeln, der zwar eklektische Momente hat, aber eigentlich eine Band erstrahlen lässt, die kleine Klangideen zu grossen Ohrwürmern ausbrütet. 

 

Die Stimme von Yael ist schon das Element, das einen anfixt. Sie klingt so entspannt und mit einem charmanten, leicht exotischen Akzent, dass sie sofort neugierig mache. Ist man erst in der Welt von Lola Marsh, darf man sich fallen lassen und entspannen. Lola Marsh überraschen aber, denn immer, wenn man denkt, jetzt kommt nichts Neues mehr und man kennt die Band, legen sie nach. Was bereits auf dem Debüt wunderbar funktioniert hat, zieht sich mit der zweiten Platte «Someday Tomorrow Maybe» weiter. Lola Marsh scheinen die Pop-Perlen nur so aus dem Ärmel schütteln zu können. Etwa «Only For A Moment», das durchaus tanzbar und sommerlich klingt. Wie geschickt Yael mit ihrer Stimme spielen kann, zeigt «Like In The Movies» eindrücklich, indem sie bemerkenswerte Melodiebögen singt, während die Musik streicherdominiert einen Hauch von Soundtrack besitzt. Wahrscheinlich bei dem Songtitel nicht ganz unbabsichtigt. 

 

Lola Marsh wurden lange als Pop-Sensation gehypt. Jetzt ist das zweite Album da - und es zeigt sich, dass der Hype eben berechtigt war. Lola Marsh übertreffen die Erwartungen und zeigen erneut, wie viel Geschick für fiese Ohrwürmer sie haben. Wer will, entdeckt in der Musik der Band aus Tel Aviv diverse Einflüsse, die bis zu den angenehm wabernden Kompositionen von Angelo Badalamenti («Twin Peaks»-Soundtrack) reichen. Oder spielt die Faszination für die mühelos wirkenden Melodien und die verspielte Stimme hier dem Hörer einen Streich? Selbst wenn es so ist, Musik ist immer vielseitig beeinflusst und Lola Marsh sind eh so eigenständig, dass es keine Rolle spielt. Hauptsache ist, dass die Band überzeugt und im Fall von Lola Marsh ist das der Fall. Am 29. Februar sind Lola Marsh im Zürcher Mascotte und für Popfans längst mehr als ein Geheimtipp. 

 

Wir verlosen in Zusammenarbeit mit Radicalis 1 x 2 Tickets

 

Deine Chance: Schreibt eine Mail mit Name und Betreff «Lola Marsh Mascotte» an chance@baeckstage.ch. Einsendeschluss ist der 24. Februar 2020. 

 

 

Lola Marsh - «What Am I»

 

 

Bäckstage Redaktion / So, 26. Jan 2020