Karl's kühne Gassenschau verlängert «Sektor 1» in Winterthur

Vorschau: Karls kühne Gassenschau
Bildquelle: 
Flyer Karl's kühne Gassenschau

Karl’s kühne Gassenschau ist in der Schweiz längst kein unbekannter Name mehr. Ihre aufwändigen, unverwechelbaren Produktionen treffen den Geschmack des Publikums seit vielen Jahren. 20 Shows haben sie auf die Beine gestellt, 2000 Vorstellungen gegegeben, dabei über 1 Million Menschen begeistert und sich bei jeder Produktion auf ein Neues selbst übertroffen. Dabei hat bei der Gründung 1984 alles klein angefangen, mit dem einfachen Strassenvariété. So hat sich Karl’s kühne Gassenschau über die Jahre vom abenteuerlichen Baustellentheater (89/90) über den archaischen Alptraum im Steinbruch (95/97) und verschiedene sehr erfolgreiche Aufführungen einen unverkennbaren, wenn auch manchmal chaotisch wirkenden Stil konstruiert. Durchtränkt von Charme und immer neuen Fantasien hat es die Künstlertruppe erreicht, getrieben von «unbändige Lust, Grenzen zu sprengen und Unterhaltung mit Innovation zu verbinden», sich bzw. ihre Unberechenbarkeit gekoppelt an Shows auf höchsten Niveau zum Markenzeichen zu machen. 

 

Verwöhn-Aufenthalt im «Sektor 1» 

 

Wenn am 23. September also der letzte Vorhang in Winterthur für die aktuelle Produktion «Sektor 1» fällt, wird das Team von Karl’s kühne Gassenschau auf stolze 177 gespielte Vorstellungen von «Sektor 1» zurückblicken können. Die zweite Phase in Winterthur läuft auf Hochtouren und über 100‘000 Tickets sind bereits weg. Das hängt nicht zuletzt mit dem veritablen Ruf von Karl’s kühne Gassenschau zusammen. Das Kollektiv hat sich bereits in früheren Inszenierungen mit einzigartigem Gespür für filigranes Theater und brachiale Effekte ausgezeichnet. Da tauchen schon mal als Seemonster verkleidete Jetskis auf («Akua» von 2002 - 2004), Menschen werden im Altersheim schlicht zur Ware («Silo 8» von 2006 – 2009) oder die Chinesen möchten hinter das Geheimnis der Schoggi kommen und sie quasi der Schweiz wegnehmen («Fabrikk» von 2011 – 2014). Es scheint kaum Grenzen zu geben. Wie alle Shows zuvor ist auch die aktuelle Inszenierung «Sektor 1» gespickt mit liebevollen Details und kreativen Einfällen, die die kunstvollen Kulissen unterstreichen. Da kann es leicht passieren, dass extra Einzelteile angefertigt werden müssen. Man merkt schnell, dass alle Beteiligten an Karl’s kühne Gassenschau mit Leidenschaft dabei sind. Aber allzu viel darf man bei ihren Vorstellungen ja gar nicht verraten, damit die Zuschauer noch staunen können. Darum nur kurz der offizielle Inhaltsbeschrieb:

 

«Nur strenge Regeln und beinharte Disziplin können Welt und Menschen vor dem Untergang retten. Wer sich quer stellt, wird bestraft. Und wer sich schön artig daran hält, hat gute Aussichten auf einen verführerischen Verwöhn-Aufenthalt im «Sektor 1», der Natur-Oase der Zukunft.» Sicher ist nur, es kann schon mal feurig und bunt werden, wie auf diesem Bild zu sehen:

 

Es chlöpft und täscht im «Sektor 1». (© Karl’s kühne Gassenschau)

 

Thematisch birgt der Inhalt von «Sektor 1» ein weiteres Mosaiksteinchen für den immensen Erfolg von Karl’s Kühne Gassenschau, nämlich wie wichtig den kreativen Kulturschaffenden der Blick auf die Gesellschaft ist. Denn auch wenn die Shows voller Effekte und Überraschungen stecken, leuchtend, überraschend, konsequent geschrieben sind und unterhalten, so spiegeln sie klar Zeitthemen und üben subtil Sozialkritik. Aber Karl’s kühne Gassenschau will nicht mit dem Vorschlaghammer auf Missstände hinweisen, sondern den Menschen einen wunderbaren Abend bereiten und vielleicht bei der einen oder dem anderen ein Nachdenken auslösen. Kultur mit Tiefgang quasi. Diese Mischung wird geschätzt und lässt sich in (nicht ganz ernstgemeinten) Zahlen ausdrücken. 4521 Caipirinhas haben an der Sektor-1-Bar den Tresen passiert, 40‘000 Liter Wasser halfen bestens gegen den Durst und über 10‘000 Salate wurden in der Beiz verschlungen. Wer sich also vor der Show verpflegen will, findet ein reichhaltiges Angebot.

 

  • Bis am 23. September läuft «Sektor 1» noch in Winterthur. Tickets sind im Handel erhältlich und alle Informationen gibt es auf der Website zur Show. Wir können in Zusammenarbeit mit Karl’s kühne Gassenschau 10 x 2 Tickets für die Vorstellung am 13. September verlosen. Wer mitmachen will, kann das so tun:

 

Deine Chance: schreibt eine Mail mit Name, Adresse und Betreff «Karl’s Sektor 1» an chance@baeckstage.ch. Einsendeschluss ist der 4. September 2017.  

Die Verlosung ist beendet.

 

Und um es nochmals mit den Worten von Karl’s kühne Gassenschau, die zu einem Höllenritt einlädt, abzuschliessen: «Steigen Sie zu. Es kann Ihnen fast nichts passieren.» 

 

  •  Karl‘ kühne Gassenschau zeigt «Sektor 1»
  •  noch bis zum 23. September 2017
  •  Show-Gelände in Winterthur.
  •  Tickets gibt es über www.sektor1.ch oder beim Ticketcorner

 

 

Bäckstage Redaktion / Di, 15. Aug 2017